Tätigkeiten in sauerstoffreduzierter Atmosphäre (Risikoklasse 2)

Diese arbeitsmedizinische Vorsorge richtet sich an Beschäftigte, die Tätigkeiten in Bereichen mit deutlich reduzierter Sauerstoffkonzentration ausüben. In der Risikoklasse 2 liegt der Sauerstoffgehalt typischerweise bei etwa 13–15 Vol.-%. Dazu zählen je nach Arbeitsumfeld z. B. Arbeiten in speziellen Lagerbereichen (z. B. Schutzgaslager), Kühlhäusern, technischen Anlagen oder sonstigen abgeschlossenen Bereichen mit kontrollierter Atmosphäre.

Warum ist die Untersuchung wichtig?
Eine deutlich verringerte Sauerstoffkonzentration kann zu ausgeprägteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, wie z. B. eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schwindel oder erhöhter Herz-Kreislauf-Belastung. Die arbeitsmedizinische Vorsorge dient dazu, individuelle gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die sichere Ausübung der Tätigkeit zu gewährleisten.

Inhalte der arbeitsmedizinischen Vorsorge:
Die Untersuchung umfasst je nach Gefährdung und Vorsorgeanlass unter anderem:
• Ärztliches Beratungsgespräch (Anamnese)
• Erfassung der beruflichen Tätigkeit und Expositionsbedingungen
• Beurteilung der individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen
• Körperliche Untersuchung (insbesondere Herz-Kreislauf- und Atemsystem)
• Ggf. ergänzende Untersuchungen nach Indikation (z. B. Lungenfunktion, Belastungsuntersuchungen)

Ziel der Vorsorge:
Ziel ist die frühzeitige Erkennung gesundheitlicher Einschränkungen sowie die individuelle Beratung zu geeigneten Schutzmaßnahmen und einem sicheren Verhalten bei Tätigkeiten in sauerstoffreduzierter Atmosphäre. Zudem soll sichergestellt werden, dass die Tätigkeit unter den gegebenen Expositionsbedingungen gesundheitlich vertretbar ist.